KUNST, KLANG UND NEUE PERSPEKTIVEN – WIR FEIERN EIN JAHR WOMEN ART WEIMAR !
15. Mai 2026 um 18 Uhr Vernissage: »anSICHten – im Fokus Katrin Knape«
Ein Jahr WAW-Galerie in Weimar, ein Jahr gemeinsames Schaffen, ein Jahr voller Ausstellungen und Begegnungen: Als Künstlerinnen, die diese Galerie gemeinsam tragen, blicken wir mit großer Freude und Dankbarkeit auf die vergangenen Monate zurück. Wir danken allen, die diesen Ort mit Leben gefüllt, uns begleitet, inspiriert und unterstützt haben.
Zum Festwochenende laden wir daher ganz herzlich ein, mit uns anzustoßen, Kunst zu erleben und besondere Momente zu teilen:
Am Freitag den 15. Mai um 18 Uhr eröffnen wir mit einer Vernissage die neue Ausstellung »anSICHten« mit neuen Werken aller 17 Künstlerinnen, im Fokus die Textil-Künstlerin Katrin Knape. Die Einführung in die Ausstellung hält Doris Weilandt, Kuratorin und Kulturjournalistin, die Musik bietet DAS TRIO – von der Band »verjazzt« aus Jena.
Anlässlich des einjährigen Bestehens der WOMEN ART WEIMAR Produzentinnen-Galerie sprechen zur Vernissage zudem eine Vertretung des Verband Bildender Künstler Thüringen e.V. sowie Ursel Kittlaus in ihrer Funktion als Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Weimar und als Mitglied des Entscheidungsrates des Margarethe Geibel Fonds.
Am Samstagabend präsentieren wir ein Konzert des Neirah-Duos aus Leipzig – im Rahmen der Langen Nacht der Museen in Weimar.
Mit der Ausstellungseröffnung präsentieren wir neue Werke von allen 17 Künstlerinnen, wobei die Textilkünstlerin Katrin Knape im Fokus steht. Im Zentrum ihrer Arbeiten stehen urbane Fassaden als Spiegel gesellschaftlicher Entwicklungen sowie die scheinbare Anonymität moderner Architektur, hinter deren glatten Oberflächen Bewohner und Nutzungen unsichtbar werden. »Sobald jedoch Licht auf der Oberfläche reflektiert wird oder wenn die Dunkelheit hereinbricht, beginnen scheinbar leblose Fassaden zu leuchten und geben eine Vorstellung vom Leben dahinter, werden selbst zum Bild«, so die Künstlerin. »Auf diese Weise beginnen Fassaden Geschichten zu erzählen, stehen vor uns als eine Reihe von Verbindungen oder Beiträgen, die entschlüsselt werden wollen.« Diese Beobachtungen übersetzt die Künstlerin in eine eigenständige textile Bildsprache. Für die neue Ausstellung entwickelte Katrin Knape ein mehrteiliges Wandbild, auf denen man anhand der aufgelegten Wollfasern vermeintliche Pinselstriche erahnen kann, die sich zu vibrierenden Oberflächen verdichten. Die Arbeiten bewegen sich zwischen Fläche und Raum, zwischen Konstruktion und Intuition – und eröffnen dem Publikum neue »anSICHten« auf das Verhältnis von Hülle und Inhalt.
Ihr Werdegang, der von einem Studium des Bauingenieurwesens und der Betriebswirtschaft an der TU Dresden über die Spezialschule für künstlerische Textilgestaltung an der Kunst- und Kreativschule Meiningen (Abschluss als Kursleiterin für Textilgestaltung) bis hin zur Arbeit im eigenen Atelier führt, spiegelt sich in der strukturellen Klarheit und materiellen Präzision ihrer Arbeiten wider. Seit 2014 entwickelt sie ein kontinuierliches Œuvre, das in öffentlichen Sammlungen vertreten ist, darunter in der Klosterkirche Thalbürgel sowie im Gemeindezentrum der Epiphanias Kirchengemeinde in Bayreuth-Laineck. Als Mitglied des Verbandes Bildender Künstler in Thüringen e. V. und der GEDOK ist Katrin Knape fest in der zeitgenössischen Kunstszene verankert. Ihre Arbeiten wurden vielfach ausgestellt und ausgezeichnet, unter anderem mit dem 3. Preis der WorldTextilArt 2017 zusammen mit der Künstlerinnengruppe Reltsneuk.
Einführung in die Ausstellung: Doris Weilandt, Kuratorin/Kulturjournalistin
Musik: DAS TRIO – von der Band »verjazzt« aus Jena mit Lea Hauswald (Altsaxofon, Baritonsaxofon, Querflöte, Arrangements), Andreas Grüneberger (Bass), Bernd Knape (Piano, Blues-Harp, Akkordeon)
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